Ein Kammerspiel über Trauer, Erinnerung und die Kunst des Loslassens.
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Um seine verstorbene Freundin nicht zu verlieren, lässt Morpheus sie in seinen Träumen wieder auferstehen — und lernt, dass auch der schönste Traum nicht ewig zu halten ist.
Ulrich ist Anfang zwanzig, als er seine große Liebe Mira verliert. Was bleibt, ist eine Wohnung voller Erinnerungen und eine Einsamkeit, die er nicht mehr aushält. In seinen Träumen findet er einen Ausweg: Als Morpheus baut er sich eine Welt, in der Mira weiterlebt — und in der beide gemeinsam alt werden können.
Doch Träume sind nicht kostenlos. In einem abstrakten Kontrollraum steht eine Maschine — ein einbeiniger Tisch, dessen Platte durch Gewichte in der Waage gehalten werden muss. Jede schöne Erinnerung, die Morpheus in den Traum setzt, kippt das Gleichgewicht und zwingt Mira, ein Albtraum-Element dagegenzustellen. Je größer die Sehnsucht, desto düsterer der Kontrast — und irgendwann wird klar, dass dieser Traum, wenn er weiterläuft, kein Zuhause mehr ist, sondern ein Gefängnis.
Mira erkennt, was Morpheus nicht sehen will. Sie gibt ihm zu verstehen, dass Loslassen nicht Verrat ist, sondern Erlösung — für ihn und für sie. Der Traum zerplatzt, doch dieses eine Mal darf Morpheus sich verabschieden. Als Ulrich aufwacht, ist die Zeit mit Mira endlich Vergangenheit.
Visuell trennt Die Traumgleichung ihre Ebenen konsequent: Die Realität in triste, weich geleuchtete 16:9-Bilder, der Kontrollraum in ein nächtliches, mechanisches 4:3, der gemeinsame Traum in ein sonnendurchflutetes, anamorphes 21:9 — und je unrealistischer die Traumwelt wird, desto abstrakter werden Licht und Sounddesign.